Donnerstag, 20. September 2018

Alle sagen es, also muss es stimmen

Ich bin der Meinung, wir sollten beginnen, einen oder mehrere PR-Artikel über unsere Arbeit geschrieben und international platziert zu bekommen. Über die Gemeinwohlökonomie und das Grundeinkommen tauchen immer wieder irgendwo Artikel auf, ebenso über Tauschkreise, oft negativer Art.

Was wir tun (und es bereits tun!) könnte, wenn es allgemein angewandt würde,
  • ALLE Finanz- und Wirtschaftsprobleme der gesamten Menschheit auflösen, sofort;
  • durch den Wegfall von Arbeitsleistung, die jetzt für Geld aufgewendet wird, mindestens die dreifache Freizeit entstehen für alle Menschen, höchstwahrscheinlich mehr;
  • ALLE Eigentumsstrafdelikte automatisch verschwinden lassen, weltweit;
  • das Töten und Vernichten von Mitwelt sofort obsolet machen;
  • und vieles mehr!
Das übertrifft die Gemeinwohlökonomie (ich war bei ihrem Aufbau maßgeblich dabei, wie bei vielen anderen) sowie etliche andere Reparaturbestrebungen bei weitem.

Mir ist bewusst, dass das alles höchst unglaubwürdig und phantasterisch klingt: Wolfgang Biebel hat eine Lösung für Menschheitsprobleme gefunden, die es seit 8.000 Jahren gibt? Völlig unglaubwürdig!

Jedoch: wenn man die Perspektive kurz ändert, kann man sehen, dass die gesamte andere Natur genau nach diesen Methoden funktioniert, sehr viel länger schon als der Mensch. Die 8.000 Jahre lang währenden Probleme, die uns weltweit so großes Kopfzerbrechen verursachen, haben wir selbst verursacht mit etwas, was es ohne uns gar nicht gäbe. Daher können wir selbst es auch sofort korrigieren. Unsere Probleme sind keine Naturgesetze sondern, im Gegenteil, richten sich gegen Naturgesetze — was genau die heutigen Probleme hervorruft.

Ich möchte auch gar nicht die Heilsbotschaft hinaus posaunen. Was ich erreichen möchte ist ein Auftauchen eines neuen Ansatzes in der öffentlichen Diskussion. Ich und meine Experten stellen uns gerne jederzeit jeder öffentlichen Befragung, Hinterfragung, Diskussion, Meinungsforum, was auch immer. Ich möchte, dass die Wahrnehmung des heutigen Systems als Naturgesetz, als «natürlich», als alternativlos, relativiert wird in den Köpfen der Menschen. Ich möchte, dass man beginnen kann / darf / muss, den für jeden offensichtlichen Widerspruch zwischen dem Glauben, das alles sei natürlich, während es gleichzeitig die Natur zerstört (und zuallererst uns selbst), mit der einzig möglichen Antwort zu lösen: Nein, unser System ist selbst unnatürlich, beruht auf einem Irrtum und kann SOFORT beendet werden (und dafür gibt es bereits etliche funktionierende Beispiele aus der näheren und weiteren Geschichte).
Da ich weiß, dass für Menschen nicht die Realität (was soll das sein?), sondern ihr eigenes Bild davon / darüber maßgeblich ist (Walter Lippmann: «...das Interesse des Gemeinwesens sich der öffentlichen Meinung völlig entzieht...»), muss, nach Lippmann (https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Lippmann), dafür gesorgt werden, dass diese eigenen Bilder den Interessen des Gemeinwesens zuträglich ist. (Eine) solche Bildkonstruktion(en) zu fördern oder zu behindern, obliegt in erster Linie der Journaille (den «gatekeepers», sie entscheiden: Was wird der Öffentlichkeit vorenthalten, was wird weiterbefördert? Dazu nochmal Lippmann: «Jede Zeitung ist, wenn sie den Leser erreicht, das Ergebnis einer ganzen Serie von Selektionen …» Indem die Auswahlregeln der gleichgeschalteten Journalisten weitgehend übereinstimmen, kommt so eine Konsonanz der Berichterstattung zustande, die auf das Publikum wie eine Bestätigung wirkt (alle sagen es, also muss es stimmen) und eine Stereotypen-gestützte Pseudoumwelt (Stereotypen: «verfestigte, schematische, objektiv weitgehend unrichtige kognitive Formeln, die zentral entscheidungserleichternde Funktion in Prozessen der Um- und Mitweltbewältigung haben») in den Köpfen des Publikums installiert).

Wieso kommen unsere Bilder nirgendwo vor?

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