Sonntag, 24. Juni 2018

Über den Wert der Wahrheit im Business

Wie ja schon einige von Euch bemerkt haben bin ich nicht wirklich ein typischer Businesser, obwohl
ich es schon viele Jahrzehnte lang tue: Ich lüge echt selten, außer, wenn ich mich selbst belüge (was auch immer wieder vorkommt).

Was ich aber schon ab&zu tue ist, nicht die ganze Wahrheit zu sagen, etwas zu verschweigen, etwas zu beschönigen. Ich kann mich darauf ausreden, ich hätte ja nicht die Unwahrheit gesagt.

Trotzdem: Es entsteht dadurch ein leicht anderes Bild, als eigentlich stimmt. Und weil ich mich dann späterhin nicht diesem leicht verschobenen Bild gemäß verhalte, entsteht beim Gegenüber Verunsicherung.

Und das ist schädlich für alle: Unsicherheit bewirkt Zurückhaltung, Misstrauen, Furcht, Desorientiertheit. Es bewirkt, dass man nicht weiß, was wirklich los ist, man spürt, irgendetwas ist im Busch, aber man kann weder konkrete Beweise dafür ausfindig machen noch eine handfeste Lüge entlarven.

Solche Beziehungen, geschäftliche wie persönliche, leiden unter dieser ständigen Anspannung des Sich-Nicht-Verlassen-Können-Gefühles. Und früher oder später wird man den jeweiligen Partner verlassen, weil so ein Zustand auf die Dauer nicht aushaltbar ist.

Es gibt ein anderes Prinzip:
Jeder, der in eine Sache irgendwie involviert ist, soll alles, was möglich ist, jederzeit darüber erfahren (können).

Das ist zwar aufwändiger und manchmal vielleicht ein bisschen mühsam, garantiert aber stabile, nachhaltige, verständliche und verlässliche Beziehungen, geschäftliche wie auch persönliche.

Und das ist auf Dauer mehr wert als jeder vermeintliche Nutzen aus einer Unwahrheit.