Samstag, 12. Mai 2018

Hohes gesellschaftliches Ansehen genießt derjenige, der möglichst viel Schaden anrichtet?

Alle Anzeichen sprechen dafür, dass die Menschheitsfamilie es wieder mal geschafft hat, dem Untergang von der Schaufel zu hüpfen


Als Veteran des gesellschaftlichen Wandels kann ich wohl mit einiger Befugnis sagen, dass die Welt sich weiter gedreht hat und es laufend weiter und immer rascher tut.

Sicher: Was die Systemmedien uns Tag für Tag zeigen, schaut nicht so aus. Was als auf den Gesellschaftsspalten der Regenbogenpresse geglamoured wird, ist Spätmittelalter. Die sozialen Verhältnisse in vielen Teilen der Erde können einen schon verzweifeln lassen: Wofür habe ich mich in den letzten 50 Jahren engagiert? War alles vergebens? Habe ich nur eine große Seifenblase perpetuiert?

Ich glaube, dass ebenso, wie der Satz in der Headline, auch diese Scheußlichkeiten, und auch die Metaebene, die Berichte davon und darüber, sowie das pekuniäre Ausschlachten solcher Sachverhalte, Relikte, eben aus dem Mittelalter, darstellen.

Besonders Menschen meines Alters neigen zu der «Früher war alles besser»-Haltung. Das aber hat auch schon Seneca gesagt (https://de.wikipedia.org/wiki/Seneca), vor fast 2.000 Jahren. Deshalb ist es auch gut, dass Menschen sterben.

Wenn wir die Augen offen halten können wir überall Anzeichen davon sehen, dass heutzutage jüngere Menschen ganz anders leben, lieben, meinen, glauben, werten.

Sicherlich, das Altsystem ist überall noch präsent. Aber zwischen den Schutthaufen keimt überall neues Grün hervor. Sowohl am Immermehrwerden von erfreulichen Meldungen in den Medien kann man es merken (siehe zB fast täglich in meinen SocialNetworks Pages), aber mehr noch bei einzelnen Begegnungen mit jenen Menschen, die auf dem Sprung sind, die Gestaltung der Welt zu übernehmen, von uns, von den Alten, den Ahnen, auf deren Schultern sie stehen.

Entgegen der millionenfach kolportierten Dystropie-Messages sind das offene, erfreute, optimistische und meistens hochkompetente Gesichter. Die lachen und freuen sich auf die Neue Welt, von der sie selbst noch garnichts wissen. 

Ich bin sehr glücklich, dass ich diese meine Nachfolger so sehen kann.

Die Menschheitsfamilie wird noch lange nicht aussterben. Und ich kann, wenn es soweit ist, ruhig gehen.